Klagen auf hohem Niveau

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Brummel, brummel, nörgel, nörgel. Selten war soviel Eintracht zwischen Frankfurt und München, soviel Schulterschluss zwischen Schalke und Bremen, soviel „Wahnsinn“ (van Gaal) vor dem Anpfiff einer neuen Saison wie derzeit. Worüber sich die Herren (Wann tritt eigentlich die erste Frau ein Traineramt in der „höchsten deutschen Spielklasse“ (Kicker) an?) Bundesligatrainer echauffieren ist nicht die Vertragsverlängerung von „Herrn Löw“ (Mein Sohn). Sondern ein Vergleichswettkampf mit unseren nördlichen Nachbarn, die man im Volksmund auch gerne als „Danish Dynamite“ bezeichnet und seit ihrem bei Mc Donalds gewonnenen Europameisterschafttitel gegen den bräsigen Berti „Ich rieche Gas“ Vogts insgeheim ins Herz geschlossen hat.

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Man fragt sich, was haben die Dänen verbrochen, dass dem Länderspiel in Kopenhagen Anfang August soviel Ablehnung entgegenschlägt? Nichts, sie stören nur die Vorbereitung der Bundesligavereine, denen derzeit nichts wichtiger ist als ihre Nationalspieler ausgeruht in der neuen Saison begrüßen zu dürfen. Deshalb ist ein Länderspiel mitten in der Vorbereitung „unglaublich“ (van Gaal) und schlicht „Wahnsinn“ (ebd.), dabei genügt ein Blick zu unseren südlichen Nachbarn, um das brummelnde Getöse „der Magaths, van Gaals und Schaafs“ (Kerner), auf Normalmaß schrumpfen zu lassen.

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Werte Bundesligatrainer, vielleicht erinnert ihr Euch, die Schweiz war ebenfalls für die Fußballweltmeisterschaft qualifiziert. Hätte sie sich nicht so unfassbar dämlich angestellt und einmal vom nördlichen Nachbarn die elende Siegermentalität übernommen, wäre „mit Sicherheit“ (jeder Bundesligaspieler) mehr als der „undankbare“ (Kicker) dritte Platz in der Vorrundengruppe möglich gewesen. Trotzdem hätte die Saison ihrer „Nati A“ am vergangenen Wochenende begonnen. Es soll ja durchaus Schweizer Nationalspieler geben, die im eigenen Land kicken und nicht im Ausland „verzärtelt“ (H. Juhnke) werden wie ihre Landsleute in der Bundesliga. Nein, dort ging es am Wochenende um die ersten Punkte in der Meisterschaft, mehr als vier Wochen vor dem Start der Bundesliga, und knappe drei Wochen vor dem ominösen Länderspiel gegen die Dänen. Ob das unbedingt der Gesundheit förderlich ist? Dahingestellt! Gejammert und Genörgelt hätte in der Schweiz auch niemand, wenn die „Eidgenossen“ (Kicker) Weltmeister geworden wären. Oder?

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